Deutsche Kanu-Marathon Meisterschaften in Rheine:
Caroline Fink verteidigt ihre Titel
Vom 15. bis 17. Mai 2026 fanden in Rheine die Deutschen Meisterschaften sowie die NRW-
Landesmeisterschaften im Kanu-Marathon statt. Anders als im klassischen Kanurennsport
müssen hier deutlich längere Strecken zurückgelegt werden – inklusive Laufpassagen an Land,
den sogenannten Portagen.
Rund 60 Vereine aus Deutschland hatten Sportler gemeldet, ergänzt durch starke Teams aus
den Niederlanden, Italien und Norwegen, die für zusätzliche Klasse und Spannung auf der
Strecke sorgten. Besonders für die Juniorinnen und Junioren sowie die Damen und Herren der
Leistungsklasse war das Event ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Europameisterschaft in
Rumänien. Wer sich für die internationale Bühne qualifizieren wollte, musste hier überzeugen.
Eine besonders herausragende Leistung zeigte Caroline Fink (Jg. 2004). Sie verteidigte souverän
ihre beiden Deutschen Meistertitel aus dem Vorjahr – sowohl im Short Race über 3,4 km mit zwei
Portagen als auch über die lange Distanz von 19,3 km mit drei Portagen. In einem starken
Starterfeld setzte sie ihre Erfahrung in den Wenden gekonnt ein und demonstrierte ihre Stärke
bei den Portagen. Mit sicherem Vorsprung überquerte sie jeweils vor Sportlerinnen aus Leipzig
und Mannheim die Ziellinie. Für Caroline ging es nach Rheine direkt weiter zum Kanu-Marathon
Weltcup nach Bazhong in China, wo sie ab Donnerstag im Nationaltrikot an den Start gehen
wird.
Mina Zeuner (Jg. 2013) beeindruckte direkt bei ihrem ersten Kanu-Marathon (10,3 km mit einer
Portage). Gewohntes Training auf dem ruhigen Datteln-Hamm-Kanal musste sie gegen die
Herausforderung des Flusses mit wechselnden Strömungen und kurvigem Verlauf tauschen. Gut
vorbereitet und mit den Tipps ihres Landesstützpunkttrainers Björn Hilbk im Rücken, ging Mina
das Rennen mutig und zügig an, mit dem Ziel, möglichst lange in der Führungsgruppe zu bleiben.
Ihr Einsatz und ihre Herangehensweise zahlten sich aus: Am Ende sicherte sie sich gleich bei
ihrer ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft die Bronzemedaille hinter zwei
Sportlerinnen aus NRW.
Im K2 über 19,3 km mit drei Portagen gingen die Junioren Theo Runde und Fiete OsterhoD (beide
Jg. 2009) an den Start. Während beide das Paddeln in einem Mannschaftsboot aus dem
Rennsport kennen, erfordert der Kanu-Marathon zusätzlich präzise Synchronität beim Ein- und
Aussteigen – eine neue Herausforderung für das Duo. Trotz ihres ersten gemeinsamen Kanu-
Marathon Rennens im K2 meisterten sie dies schon sehr gut. Der Start verlief jedoch alles
andere als optimal: Gleich zu Beginn verloren sie den Anschluss an die führenden Boote. Über
die Strecke kämpften sie sich jedoch zurück an die Verfolgergruppe. In einem packenden
Endspurt sicherten sich Runde und OsterhoD schließlich den dritten Platz. Das Rennen gewann
der K2 aus Leipzig, gefolgt von dem Boot aus Berlin.
Philipp Fink (Jg. 2007), viele Jahre für den Kanu-Ring Hamm aktiv und zum Studium nach
Karlsruhe gezogen, startete in Rheine erstmals für die Rheinbrüder Karlsruhe im Kanu-Marathon.
Im ersten Jahr in der Leistungsklasse belegte er Platz 4 im Short Race und Platz 3 über die lange
Distanz (24,1 km mit 4 Portagen). Als bester U23-Sportler hat er sich – wie seine Schwester
Caroline – für die Europameisterschaft in Rumänien qualifiziert.
Mit ihren starken Leistungen sicherten sich Caroline, Theo und Fiete zusätzlich die NRW-
Landesmeistertitel, während Mina in der NRW-Landeswertung den dritten Platz belegte.
Trainer Björn kehrte zufrieden von den Deutschen Meisterschaften zurück: Alle gestarteten
Sportler des Teams konnten eine Medaille mit nach Hause bringen – ein voller Erfolg für die
Athleten.

