Am vergangenen Wochenende fand auf der Regattastrecke in Duisburg die Nationale Qualifikation des Deutschen Kanu-Verbandes im Kanu-Rennsport statt. Zum Auftakt der Saison traf sich dort die deutsche Spitze, um die nationale Rangliste auszufahren. Die Ergebnisse sind die Basis für die Nominierung zu den begehrten Internationalen Startplätze bei Weltcup Rennen sowie Europa- und Weltmeisterschaften.

Ausgetragen wurden die Wettkämpfe für die Kanuten und Kanutinnen der Leistungsklasse und dem Nachwuchs der 16- und 17-Jährigen. Der Kanu-Ring Hamm war mit Caroline Fink, Luna Reckmann und Theo Runde vertreten. Ebenfalls am Start waren Rosalie Middendorf, die studienbedingt ihren Wohnsitz nach Essen verlagert hat und inzwischen für die KG Essen fährt, sowie Philipp Fink, der studienbedingt zu den Rheinbrüdern Karlsruhe gewechselt ist.

Besonders stark präsentierte sich Rosalie Middendorf in der Leistungsklasse der Damen. Über 250 Meter erreichte sie den Endlauf C. Über die 500 Meter Distanz verpasste sie den Endlauf A nur knapp und wurde starke Dritte im Endlauf B.

Über 1.000 Meter Auch über 1.000 Meter zeigte sie sich trotz schwieriger Windverhältnisse in guter Form und gewann souverän den Endlauf C.

Auch Luna Reckmann zeigte sich in guter Form und erreichte über 250 Meter den Endlauf C in dem Sie Platz fünf belegte. Auch über die olympische 500-Meter-Distanz qualifizierte sie sich für den Endlauf C. Auf der 1.000-Meter-Strecke kam sie bei anspruchsvollen Bedingungen ebenfalls in den Endlauf C und belegte dort Rang vier.

Als Debütant bei den Junioren und als einer der jüngsten Teilnehmer nahm Theo Runde erstmals an der Qualifikationsregatta Teil. Über die 250 Meter Distanz erreichte er den Endlauf D. Auch auf der Langstrecke zeigte er eine gute Leistung und platzierte sich im hinteren Mittelfeld.

Ein sportliches Ausrufezeichen setzte Caroline Fink, die ausschließlich über die Langstrecke von 5.000 Metern antrat. Diese Distanz wurde erstmals in einem neuen Format mit Portagen ausgetragen, bei denen die Athletinnen und Athleten ihr Boot verlassen und eine Laufstrecke absolvieren müssen. Nach einem nicht optimalen Start nutzte Caroline ihre Marathonerfahrung und ihre Stärke in den Portagen, holte früh auf und musste sich am Ende nur Caroline Heuser, der amtierenden Juniorenweltmeisterin im Marathon Short Race, geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz wahrte sie ihre Chancen auf eine Nominierung für die anstehenden Weltcuprennen in Szeged und Brandenburg.

Auch für Philipp Fink verlief die Qualifikation erfolgreich. Bei seinem ersten Start in der Herren-Leistungsklasse trat er sowohl in den Sprintdisziplinen als auch auf der Langstrecke an. Über 5.000 Meter konnte er sich dank seiner Marathonerfahrung in der Führungsgruppe behaupten und belegte einen hervorragenden dritten Platz.

Für Caroline Fink stehen nun die nächsten Aufgaben im Kanu-Marathon an. Auf dem Programm stehen unter anderem der Weltcup in Bazhong City in China, der Waterland Marathon in Amsterdam sowie die EM-Qualifikation in Rheine die im Rahmen der Deutschen Meisterschaften stattfinden wird.

Für alle anderen Athleten und Athletinnen startet die Saison Anfang Mai mit der Regatta in Brandenburg und der internationalen Regatta am Baldeneysee in Essen.


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