In Brandenburg an der Havel fanden in der vergangenen Woche die 105. Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport statt. Ohne Medaille, aber mit guten Platzierungen und einer Nominierung Chance für die Olympic Hope Games, trat der Kanu Ring Hamm am vergangenen Sonntag die Rückreise an.
Zum 20. Geburtstag der Regattastrecke am Beetssee traf sich die deutsche Kanu-Elite – darunter auch die Athletinnen und Athleten, die noch eine Woche zuvor erfolgreich bei den Weltmeisterschaften an den Start gegangen waren. Gerade vor diesem Hintergrund können sich die Ergebnisse des heimischen Kanu-Rings sehen lassen.
Dabei verpassten Carla Schünemann, Klara Kornetzki und Anna Kuhlemann im K4 des Landesverbandes NRW das Podium um nur drei Hundertstelsekunden. Für Theo Runde entscheidet sich in den kommenden Tagen ob er, als einer der Jahrgangsbesten, vom Deutschen Kanu-Verband für die Teilnahme an den Olympic Hope Games nominiert wird. Ebenfalls gute Ergebnisse erzielten die ehemaligen Hammer Kanuten Philipp Fink und Rosalie Middendorff.
Hier nun die Ergebnisse im Detail. In der Leistungsklasse erreichte Luna Reckmann im K1 über 200 Meter den B-Endlauf und wurde dort in einem starken Feld Fünfte.
Ebenfalls in der Leistungsklasse erzielten zwei ehemalige Sportler des Kanu-Rings Hamm gute Ergebnisse. Philipp Fink, der inzwischen nach Karlsruhe gewechselt ist, erreichte im K1 über 200 und 500 Meter jeweils den B-Endlauf, im K2 über 1.000 Meter und im K4 über 500 Meter den A-Endlauf.
Noch besser fällt die Bilanz von Rosalie Middendorff aus, die seit diesem Jahr für die KG Essen startet. Sie erreichte im K1 über 200, 500 und 1.000 Meter den A-Endlauf. Herausragend ist ihr Ergebnis über 500 Meter: In einem hochrangigen Starterfeld verpasste sie das Podium nur knapp und ließ dabei einige Nationalmannschaftsfahrerinnen hinter sich.
Bei den Junioren erreichte Theo Runde im K1 über 500 und 1.000 Meter den B-Endlauf, in dem er jeweils den 2. Platz belegte. Als einer der jahrgangsbesten Teilnehmer hat er nun berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung für die Olympic Hope Games, die in zwei Wochen in Bratislava stattfinden. Im K4 des Landesverbandes N RW erreichte er zusammen mit Benjamin Neumann den A-Endlauf.
Benjamin Neumann erreichte darüber hinaus im K2 über 500 Meter ebenfalls im Boot der Renngemeinschaft NRW den Endlauf.
Fiete Osterhoff und Max Willkomm erreichten gemeinsam im K2 über 500 Meter den Zwischenlauf.
Bei den Juniorinnen erkämpfte sich Sina Vauth einen Platz im B-Finale über 1.000 Meter, in dem sie mit einer starken Leistung Fünfte wurde.
Mit einem großen Starterfeld trat der Kanu-Ring bei der weiblichen Jugend an. Nur drei Hundertstelsekunden fehlten Carla Schünemann, Klara Kornetzki und Anna Kuhlemann im K4 des Landesverbandes NRW über 500 Meter zum 3. Platz und damit zur ersehnten Medaille.
Ebenfalls den undankbaren 4. Platz gab es für das Duo Klara Kornetzki und Anna Kuhlemann im K2 über 200 Meter. Auch über 500 Meter erreichte das Duo den A-Endlauf und belegte dort Rang 7.
Im K1 über 200 Meter erreichten beide Sportlerinnen dann das B-Finale, das Anna Kuhlemann vor Klara Kornetzki für sich entscheiden konnte.
Über die 5.000-Meter-Langstrecke gab es dann noch einmal einen herausragenden vierten Platz für die Hammer Kanutinnen Carla Schünemann und Anna Kuhlemann.
Auch Mirja Austermann, Lea Illner, Marie Schulte und Charlotte Wolf zeigten im K4 über 500 Meter mit dem Erreichen des Zwischenlaufs eine gute Leistung.
Die jüngste Altersklasse bei den Deutschen Meisterschaften sind die Schülerinnen und Schüler A. In dieser Altersklasse der 13- und 14-Jährigen trat der Kanu-Ring mit sechs Sportlerinnen und Sportlern an.
Nicht optimal lief es für den K4 über 500 Meter für das Hammer Quartett mit Matilda Matyssek, Mina Zeuner, Carlotta Krabus und Charlotte Wolf: Trotz guter Leistungen konnten sie sich nicht gegen die starken Auswahlboote der Landesverbände durchsetzen.
Bis in den Zwischenlauf ging es für den K2 über 500 Meter für Eddie Adler und Ole Horstmann.
Eine Spezialdisziplin in dieser Altersklasse ist der Kanu-Mehrkampf, bei dem neben der Leistung auf dem Wasser auch athletische Disziplinen zählen. Hier erreichte Eddie Adler einen herausragenden 7. Platz. Ebenfalls sehr gut ist die Platzierung von Mina Zeuner, die in ihrer Altersklasse den 12. Rang belegte.
Auch wenn es in diesem Jahr nicht für die erhofften Medaillen gereicht hat: Alle Teilnehmer können stolz auf die gezeigten Leistungen sein. Insbesondere Anna Kuhlemann, Klara Kornetzki und Theo Runde haben gezeigt, dass der Kanu-Ring auch mit der deutschen Leistungsspitze mithalten kann.

